Moin Leute,

 

die neue Saison beginnt und es wird Zeit, noch die eine oder andere Inspektion durchzuführen.

Aber auch An- oder Umbauten stehen noch an.

Ich habe mich heute mal über meine beiden Vergaser hergemacht.

Wie ihr wisst, wird der "General" durch einen 2-Zylinder Boxermotor angetrieben, wobei jeder Zylinder sein "Saftgemisch" von einem eigenen Vergaser erhält.

Der eine oder andere mag jetzt schmunzeln: "Ist ja logisch!"

Es gibt aber tatsächlich Umbauten, da ist das Triebwerk  mit nur einem Vergaser (Zentralvergaser) ausgestattet. Ich finde leider keine Bilder um euch das zu Zeigen.

 

Bleiben wir bei den zwei Vergasern.

Was weist u.U. daraufhin, dass die beiden Vergaser nicht synchron arbeiten?

Synchron heißt in unserem Fall, dass beide Gasschieber so eingestellt sein müssen, dass in beiden Ansaugkanälen ein nahezu gleicher Ansaugunterdruck herrscht. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass der Motor im Leerlauf nicht ganz so rund läuft, wie man gerne möchte.

Auch eine schlechte Gasannahme kann die Folge einer mangelhaften Synchronisierung sein.

 

Das allgemeine technische Verständnis, dass uns Schraubern gegeben ist, sagt uns doch, dass, wenn schon zwei Gemischaufbereiter verbaut wurden, diese auch möglichst annähernd gleich arbeiten sollten, also abgleichen. 

 

Wie synchronisieren?

 

Es gibt versierte Schrauber, die hören am Klang des Motors, ob da alles richtig eingestellt ist und wissen sofort, wo was zu korrigieren ist.

Dann gibt es die, die sich ans Handbuch halten und nach dessen Beschreibung vorgehen.

Oder aber, man benutzt einen Synchrontester, um diese Arbeiten auszuführen.

Ein solcher Tester ist in verschiedensten Ausführungen bei den einschlägigen Händlern  ab ca. 60 € zu finden.

Ich habe mich für den von Rothewald (zu beziehen u.a. von Louis) entschieden 

 

 

 

                                                                                       59,95 € bei Louis

 

 

Die beiden Schläuche führen von den Messuhren zu den Vergasern.

Neueren Modellen hat der Hersteller vom Werk aus Anschlüsse spendiert. Nicht so bei der M72.

Um die Schläuche hier anschließen zu können, müssen die Vergaser modifiziert werden.

 

Ich bin wie folgt vorgegangen:

 

Beide Vergaser werden demontiert.

Dann habe ich zwischen dem Vergaserflansch und dem Vergasergehäuse ein 5mm großes Loch gebohrt

und ein 6mm Gewinde hineingeschnitten.  

Ein Leser dieser Seite hat mich darauf hingewiesen, dass es vielleicht besser wäre, das Loch in den Vergaserflansch zu bohren, da das Materiel an der Stelle stärker wäre und man ein längeres Gewinde einschneiden könne. 

Damit hat er natürlich Recht. Meine Überlegung war, dass der Anschluss da, wo ich ihn hingesetzt habe, etwas geschützter sitzt. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Danke für den Tipp, garst! 

 

 

 

 Deutlich zu sehen, Loch mit M 6 Gewinde

 

Wie man sehen kann, habe ich das Loch etwas aus der Mitte heraus gebohrt, weil ich sonst u.U.   Probleme beim Anflanschen bekommen hätte. 

 

Beim Bohren des Loches und des Gewindeschneidens bittet eine zweite Person den Schlauch des Staubsaugers vor den Flansch zu halten. So wird verhindert, dass Späne in den Vergaser (Düsen) gelangen.

Danach habe ich den Gemischaufbereiter erst einmal poliert, um dann den unteren Teil der mitgelieferten Anschlüsse einzuschrauben.

 

 

 

 Der untere Teil ist montiert. Vergesst nicht, eine Dichtung unterzulegen

 

Iim normalen Fahrbetrieb wird der untere Teil einfach mit einer 5mm Schraube verschlossen, so dass keine Nebenluft eindringen kann.

 Zum Synchronisieren des Vergasers wird nun nur noch die Verlängerung aufgeschraubt und der Schlauch angeschlossen.

 

 

 

 Alles wieder einbauen, fertig!

 

Ihr seht also, gar nicht so schwer.

Wie ich die Vergaser synchronisiere, zeige ich euch, wenn ich den Bock aus dem Winterlager hole

 

Bis dahin, alles Gute und fangt an mit den Inspektionen, die Zeit läuft.

 

Euer

Budelmann   

 

 

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